SSV Leutzsch

© Leipziger Volkszeitung vom 21.06.2005

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Kompromiss gescheitert

Landessportbund (LSB), Olympiastützpunkt (OSP) und Sächsischer Schwimm-Verband (SSV) haben gestern im Rechtsstreit zwischen Schwimmtrainerin Eva Herbst und dem OSP-Trägerverein keinen Kompromiss gefunden. Eine Lösung hatte sich vergangene Woche bei der Verhandlung vor dem Arbeitsgericht Leipzig angedeutet (LVZ berichtete).

Dabei ging es um eine Anschlussfinanzierung der Stelle nach dem 31. Juli 2006. Das Gericht hat für den Fall, dass keine Einigung erzielt wird, für Ende Juli eine Entscheidung angekündigt.

Gestern scheiterte der Kompromiss an der Finanzierung sowie an der Frage, welche Institution als Arbeitgeber einspringt. Die Beratung fand bei LSB-Generalsekretär Ulf Tippelt statt, der bereits im Januar zwischen SSV und OSP vermittelte. Er bestätigte aber, im Rechtsstreit auf der Seite des OSP zu stehen, zumal der Trägervereinsvorsitzende - derzeit Andreas Decker - stets ein hochrangiger LSB-Funktionär ist. Tippelt forderte alle Seiten auf, "jetzt nach vorn zu schauen und klare Strukturen zu schaffen". Seines Wissens nach werde im Schwimm-Regionalkonzept bis 2008 ohne Eva Herbst geplant. Dies bestätigte SSV-Präsident Wolfram Sperling so direkt nicht. Offenbar herrscht im SSV-Präsidium keine einheitliche Auffassung zu der Personalie. Unterdessen mehren sich die Stimmen, die weiterhin zwei Trainer am Bundesstützpunkt (derzeit Eva Herbst und Jirka Letzin) für erforderlich halten, damit die Trainingsgruppen nicht zu groß werden. Letzin und Sperling halten eine Gruppen-Größe von sieben Sportlern für das Maximum, um eine individuelle Betreuung zu gewährleisten. Eva Herbst und SSV-Vize Winfried Leopold sprechen von zehn bis zwölf Sportlern. Momentan betreut Eva Herbst 15 Bundes- und Landeskader, Letzin sechs. An einer Kompromiss-Suche beteiligen sich der SC DHfK und SSV Leutzsch, die sich zuletzt klar angenähert haben.

fs