SSV Leutzsch

© Leipziger Volkszeitung vom 01.06.2005

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Trainer Schlippe mit Platz sieben nicht zufrieden

Mit gemischten Gefühlen blickt Trainer Rainer Schlippe auf die Saison seines Wasserball-Drittligisten SSV Leutzsch zurück. "Mit einem siebten Platz unter elf Teams der Regionalliga Ost können wir nicht zufrieden sein. Aber die Liga war extrem ausgeglichen.

Wenn wir in jeder Partie an unser Limit gegangen wären, hätten wir sogar Rang zwei schaffen können. Meine Jungs haben einfach zu wechselhaft gespielt." Er verweist zudem darauf, dass die Leutzscher fünf Abgänge verkraften mussten - neben anderen auch den schwimmerisch starken Sportstudenten Eric Werner, der in Hannover in der zweiten Liga zum Einsatz kam.

Apropos Abgänge: Hinter Petr Biskup, erfolgreicher tschechischer Goalgetter beim SSV Leutzsch, steht für die kommende Spielzeit ein dickes Fragezeichen. "Das EU-Stipendium für sein Zusatzstudium in Leipzig ist abgelaufen. Den zukünftigen Doktor der Sprachwissenschaften können wir wohl kaum in einem Autohaus unterbringen", meint Schlippe. Der Trainer hofft derweil, dass talentierte Jugendliche zur Stange halten: "Leider ist es bei den Jungs manchmal so, dass ihnen Wasserball bei den Männern zu stressig ist."

Dennoch setzt der Coach auf den Nachwuchs. Mit Nils Hartmann und Fabian Schulz waren in der nun zu Ende gegangenen Spielzeit zwei Jugendliche dabei. "Es reicht aber nicht, wenn sie auf dem Protokoll stehen. Sie müssen natürlich auch Einsatzzeiten bekommen, um Erfahrungen zu sammeln", weiß Schlippe.

Ambitionen in Richtung 2. Liga, der die Leutzscher bereits zweimal angehörten, hat Schlippe kaum: "Da müssten ständig alle an Deck sein. Und wer Siebter geworden ist, sollte das Wort Aufstieg lieber nicht in den Mund nehmen."

Norbert Töpfer