SSV Leutzsch

© Leipziger Volkszeitung vom 13.01.2005

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Sportbäder-Firma saniert Hallen und erhöht Preise

Erste Investitionen, höhere Ticketpreise für die Sauna, veränderte Gebühren fürs Vereinsschwimmen - mit diesem Maßnahmepaket startet die Sportbäder Leipzig GmbH in ihr erstes Geschäftsjahr. Bis zum Jahr 2010 will sie 17 Millionen Euro investieren, um den riesigen Investitionsstau in Schwimmhallen und Freibädern abzutragen. Der Startschuss erfolgt mit Arbeiten an der Halle Kolmstraße sowie am Schreberbad und am Sommerbad Schönefeld. Die Eintrittspreise fürs Schwimmen bleiben vorerst aber stabil.Acht Hallen- und fünf Freibäder hat die Sportbäder GmbH von der Stadt übernommen: "Unser Ziel ist es, mit dem Abbau des riesigen Investitionsstaus zu beginnen", kündigt Peter Gork, einer der beiden Geschäftsführer, an. Dabei habe der etwa zehn Millionen Euro teure Neubau der Halle mit den 50-Meter-Trainingsbahnen an der Antonienstraße oberste Priorität. Wann der Baustart erfolgt, hängt aber von der Fördermittel-Zusage des Freistaates Sachsen ab. Die wird nach einer "Reihe positiver Signale" laut Geschäftsführer Joachim Helwing fürs erste Quartal 2005 erwartet.

Dieses Jahr will die Firma rund zwei Millionen Euro in die Bäder investieren. So sollen im Sommerbad Schönefeld noch vor dem Saisonstart marode Filterrohre ausgetauscht, der Beckenkopf des Nichtschwimmerbeckens saniert sowie eine Beachvolleyballanlage gebaut werden. Extrem marode sind das Becken und die Wasseraufbereitungsanlage im Schreberbad, dessen Sanierung 2005/2006 erfolgt. "Geplant ist, es noch einmal zu öffnen. Ob das gelingt, hängt aber von möglichen weiteren Schäden im Winter ab", so Helwing. Erneuert werden zudem Fensterfront und Filtertechnik in der Schwimmhalle Kolmstraße. Um längere Schließzeiten zu vermeiden, soll dies möglichst rund um die Sommerferien geschehen.

"Die Eintrittspreise für die Hallen- und Freibäder bleiben stabil", betont Gork. Anders siehts bei den Gebühren für die Sauna und für verschiedene Kurse aus: Diese erhöhen sich ab 1. März. "Dabei orientieren wir uns an den Preisen anderer Anbieter, bleiben jedoch weiterhin moderat." Wer in der Halle Arthur-Nagel-Straße schwitzen will, zahlt künftig sechs Euro, ermäßigt fünf Euro; in der Kleiststraße 6,50 Euro, ermäßigt 5,50 Euro sowie in der Grünauer Welle 7,50 Euro, ermäßigt 6,50 Euro.

Geändert werden ab 1. August zudem die Tarife für die Vereine. Statt 1,44 Euro wird die Bahnstunde dann auf 4 Euro angehoben. "Wir müssen unsere realen Kosten decken, wollen aber auch Gerechtigkeit für die Vereine bringen", sagt Helwing. Deshalb habe man gemeinsam mit dem Schwimmsportverband Leipzig sowie dem Stadtsportbund eine Lösung gesucht. So erhalten jene Klubs, die viele Kinder und Jugendliche fördern, einen gestaffelten Rabatt bis 50 Prozent. Nachlass gibt es zudem für Vereine, die regelmäßig Wettkämpfe austragen. Dadurch entstehen je nach Mitgliederzahl unterschiedliche Mehrkosten. Die Aktiven Senioren müssen beispielsweise monatlich mit 2,24 Euro mehr pro Mitglied rechnen. Bei großen Vereinen wie dem SSV Leutzsch, in dem viele Kinder und Jugendliche trainieren, sind es 60 Cent pro Teilnehmer im Monat.

Mathias Orbeck