SSV Leutzsch

© Leipziger Volkszeitung vom 07.01.2005

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Eva Herbst erhält Vertragsangebot

Leipzig. "Die Trainerfrage imLeipziger Schwimmsport ist geklärt, das Training der Schwimmtalente gesichert." Diese frohe Botschaft verkündete der Landessportbund (LSB) Sachsen gestern nach langen Diskussionen um die vom Olympiastützpunkt (OSP) gekündigten Schwimmtrainer Eva Herbst und Oliver Trieb. Laut LSB-Mitteilung erhält Eva Herbst beim Sächsischen Schwimm-Verband (SSV) einen zunächst bis 31. Juli 2006 datierten Vertrag. Zudem heißt es, dass alle Beteiligten mit der übergreifenden Arbeit der Trainerin über ihre Gruppe hinaus nicht zufrieden waren.

Begeisterungsstürme löste diese Meldung bei Eva Herbst nicht aus: "Ich muss mir erst einmal die genauen Konditionen anschauen. Noch kenne ich keine Zahlen." Sie ließ sogar ein wenig Enttäuschung durchblicken: "Gerettet ist damit gar nichts. Wie soll ich bis Peking planen, wenn sie in 18 Monaten einen Trainer nehmen, der ihnen besser passt?" Ob die 53-Jährige das Angebot annimmt, ist fraglich. Sie unterschrieb vor Weihnachten beim OSP einen Vierjahres-Vertrag. Gegen die anschließend erfolgte Kündigung hat sie rechtliche Schritte eingeleitet.

LSB-Generalsekretär UlfTippelt begründete den geplanten Arbeitgeber-Wechsel - SSV statt OSP - so: "Damit liegen Dienst- undFachaufsicht in einer Hand, es kann nach einer klaren Linie gearbeitet werden."

Dass der ebenfalls vomOSP gekündigte Junioren-Trainer Oliver Trieb in der Mitteilung mit keiner Silbe erwähnt ist, bezeichnete Eva Herbst als "Frechheit". SSV-Präsident Wolfram Sperling bestätigte: "Bei Oliver Trieb gibt es noch keine Lösung. Da warten wir den Arbeitsgerichtsprozess ab."

fs