SSV Leutzsch

© LVZ vom 08.12.2002

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Wasserballer mischen wieder vorn mit

Die ersten beiden Saisonsiege sind perfekt - doch Trainer Rainer Schlippe hatte sich den vom Sonnabend anders vorgestellt. Kampflos mit 10:0 gewannen die Wasserballer des SSV Leutzsch ihr erstes Regionalliga-Heimspiel gegen die SG Neukölln Berlin II. Gestern wurde dann tatsächlich um Punkte gekämpft: Gegen die Reserve des deutschen Serienmeisters Wasserfreunde Spandau 04 landete der SSV Leutzsch einen verdienten 7:5 (2:0, 2:2, 1:2, 2:1)-Erfolg. Mit nunmehr 7:3 Zählern gehören die Leutzscher zur Spitze der Liga.

"Spandau hatte zwei sehr starke Spieler in seinen Reihen. Insofern hat der Sieg schon einigen Wert. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass wir nach unserer frühen Führung aggressiver weiter spielen und nicht so zögerlich werfen", urteilte der Trainer.
Am Sonnabend hielten sich die beiden Berliner Schiedsrichter buchstabengetreu an das Reglement. Als um 19.30 Uhr vom Gegner weit und breit nichts zu sehen war, warteten die Unparteiischen exakt die vorgeschriebene "akademische" Viertelstunde ab, baten dann die Gastgeber ins Wasser, pfiffen die Partie an und sofort wieder ab. Als das Protokoll unterschrieben war, kam Neukölln doch noch. "Ich bin immer für eine sportliche Entscheidung und wollte spielen. Schließlich hätten wir Spielpraxis und Selbstvertrauen für das Spandau-Match sammeln können. Doch die Schiedsrichter ließen nicht mit sich reden", so Schlippe, der in 37 Jahren Wasserball noch nie kampflos gewonnen hat.
Möglicherweise drängen die Gäste auf Wiederholung, da sie vom Staffelleiter in die falsche Halle geschickt wurden. Statt die Mainzer Straße steuerten die Neuköllner zunächst die Kirschbergstraße an. "Doch auch dort waren sie bereits sehr spät dran. Im Dunkeln findet man sich halt in einer fremden Stadt nicht so schnell zurecht", so der Leutzscher Coach.