SSV Leutzsch

© unsere Pressemeldung vom 09.05.2021

zurück zur Übersicht

Wir lassen uns nicht ausbremsen - Schwimmtraining in Pandemiezeiten

Zur Trainingsgruppe der Kleinen Fische beim Schwimm- und Sportverein Leutzsch e.V. (SSV Leutzsch) gehören derzeit 31 Kinder im Alter von vier bis sieben Jahren. Ein Schwimmlernkurs führte sie zum Seepferdchen. Jetzt steht eigentlich das Schwimmabzeichen in Bronze an. Doch in Pandemiezeiten sitzen die kleinen SchwimmerInnen auf dem Trockenen.

Im März 2020 werden zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie in Leipzig die Schwimmhallen geschlossen. Auch für die Kleinen Fische des SSV Leutzsch endet das regelmäßige Schwimmtraining. Sie können es erst am 17. Juni 2020 wieder aufnehmen. Das letzte Training vor den Herbstferien findet am 16. Oktober 2020 statt. Danach bleiben die Hallen aufgrund der Regeln zur Pandemiebekämpfung wieder geschlossen. Sie sind es bis heute.

Das gemeinsame Training ist verboten. Die Trainerinnen erstellen Trainingspläne für zu Hause. Doch das ist nicht optimal. Es fehlt der direkte Austausch zwischen den Kindern und den Trainern zu den Übungen und deren Ausführung. Es fehlt der persönliche Kontakt.

Am 9. März 2021 erlaubt die Stadt Leipzig Individualsport von Gruppen von bis zu 20 Kindern im Außenbereich. Diese Lockerungen werden von Trainern und Eltern sofort aufgegriffen. Die Kleinen Fische beginnen mit dem Trockentraining im Park hinter dem Leutzscher Rathaus.

Die Bundesbremse vom 22. April 2021 verbietet auch das wieder. Nun dürfen nur noch Gruppen von bis zu fünf Kindern draußen gemeinsam Sport treiben. Die Anleitungspersonen müssen zum Training einen tagesaktuellen negativen Test vorlegen. Für den SSV Leutzsch ist das kein Grund zum Aufgeben. Glücklicherweise werden die Kleinen Fische von vier engagierten Trainerinnen betreut. Sie teilen die Kinder in 5er-Gruppen auf und setzen das Training nun in Kleingruppen fort. Der Verein sorgt dafür, dass den Trainerinnen die nötigen Tests zur Verfügung stehen.

Selbstverständlich kann man an Land nicht schwimmen. Das Wichtigste in dieser Zeit ist, Kindern den Sport überhaupt zu ermöglichen, damit sie den Spaß daran nicht verlieren. In vielen Grundschulen gibt es seit Langem keinen Sportunterricht mehr. Die Trainer bieten den Kindern vielseitige Bewegungserlebnisse. Die Kinder sind begeistert und freuen sich. Sie nehmen ihre eigenen Fähigkeiten wahr, probieren sich aus, erleben Erfolg und Misserfolg und steigern ihre Belastbarkeit und allgemeine Fitness.

Die Trainingsgruppen fallen im Park auf. Selina, eine der Trainerinnen, berichtet: „Andere Kinder kommen angerannt, stellen sich in der Nähe auf und machen die Übungen einfach mit. Die Eltern fragen, ob sie ihre Kinder ebenfalls anmelden können.“

Kinder brauchen Bewegung, brauchen den Sport. Und die SchwimmerInnen vom SSV Leutzsch endlich wieder geöffnete Schwimmhallen.