SSV Leutzsch

© Leipziger Volkszeitung vom 21.01.2008

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Leutzscher Wasserballer chancenlos

Zweitligist hat gegen schwimmerisch überlegene Bundesliga-Reserven aus Berlin das Nachsehen

Wenigstens einen Sieg wollten die Zweitliga-Wasserballer des SSV Leutzsch am Wochenende erringen. Aber daraus wurde nichts: Die Partien mit den Berliner Bundesliga-Reserven wurden klar verloren, gegen WF Spandau 04 hieß es 9:16 (0:5, 1:4, 5:3, 3:4), gegen SG Neukölln 10:14 (3:3, 4:5, 0:3, 3:3).
„Gegen Spandau waren wir in den ersten beiden Vierteln eigentlich gar nicht im Wasser“, ärgerte sich SSV-Trainer Rainer Schlippe über die sonnabendliche Heim-Schlappe. Die Gäste traten mit einem jungen Team an, das den Leutzschern vor allem schwimmerisch hoch überlegen war. „Gegen solche Mannschaften fehlen uns derzeit die Mittel, weil bei uns nicht alle Spieler voll trainieren können.“
Zudem fehlte Erik Werner in beiden Partien, weil er als Chemnitzer Schwimmtrainer wegen eines Wettkampfes seiner Schützlinge verhindert war. „Er ist bei uns der physisch stärkste Spieler. Wir hatten zumindest gegen Spandau mit ihm gerechnet. Ich glaube, das hat den Jungs auch moralisch einen Knacks gegeben“, mutmaßte Coach Schlippe.
Gegen die Neuköllner hoffte er gestern vergeblich auf eine Trotzreaktion seiner Männer. Erschwerend kam hinzu, dass die Partie der Bundesliga-Mannschaft der Gäste am Sonnabend abgesagt wurde, so dass sie gestern drei Akteure aus der höchsten Spielklasse einsetzten. „Das war deutlich zu spüren und hat den Qualitätsunterschied ausgemacht“, so Schlippe weiter. nt
Leutzsch: Hädicke; Schulz 1, Oeser, Biskup 8, Tuchscherer 1, Müller, Engler, Hamann 7, Schneider, Kersten, Keine 1, Bellmann 1.

Lange Gesichter bei den Leutzscher SSV-Wasserballern: Trainer Rainer Schlippe versucht in der Pause vergeblich, seine Schützlinge aufzurichten. Foto: Norman Rembarz